|
Hiltrud Meier-Engelen - frühere Leiterin des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums - wurde in der Kostümsitzung der Ritter der Tafelrunde im Bayer-Kasino zum 56. Ritter des Humors geschlagen. „Frau Meier-Engelen, ich muss hier grad ne Mathearbeit nachschreiben“, flüstert Max leise ins Handy. „Können Sie mir helfen?“ Aber das sei doch Pfusch, habe sie ebenso leise zurück geflüstert, erzählte Hiltrud Meier-Engelen, bis 2004 Leiterin des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums den Besuchern der Kostümsitzung der Ritter der Tafelrunde am Sonntag im Bayer Kasino. „Stimmt ja gar nicht“, habe Max geantwortet. „Sie sind doch mein Telefonjoker.“
Was den Rittern schon seit etlichen Jahren bekannt war, erfuhren nun auch die Besucher der Kostümsitzung. Der neue Ritter des Humors und Nachfolger von Peter Seydel ist nicht nur eine Frau von Format, sondern auch mit Humor. Mit kleinen Anekdötchen trat Hiltrud Meier-Engelen, im Volksmund ME genannt, ihr Amt an. Nach dem Kniefall aufs Kissen wurde die FDP-Fraktionsvorsitzende von Ordenskanzler Peter Seydel feierlich zum 56. Ritter des Humors geschlagen. Ihr Konterfei, bildlich dargestellt durch eine 1 mit Hut, ziert nun als „Hiltrud, die Zahlenkundige“ die Ahnengalerie der Tafelrunde der Ritter des Humors.
Die 68-Jährige wurde von Seydel vorgeschlagen, und es sei an der Zeit, dass mal wieder eine Frau dieses Amt übernehme. Meier-Engelen ist erst die dritte Frau in der Runde. „Ihre Verdienste für die Stadt sind wohl unbestritten“, so Seydel. Seit mehreren Jahrzehnten im Teamvorstand der Ortsgruppe Leverkusen des Deutschen Frauenrings, Mitglied der Leverkusener Europa-Union und des Kiwani-Clubs und daneben auch Vorsitzende des Forums Wuxi-Leverkusen - der neue Ritter des Humors ist schwer beschäftigt. Schon beim Einzug der Tafelrunde gab es eine Premiere. „Hier kommt der Ritter des Humors!“ Die neunjährige Viktoria Schmitz war in der letzten Session mit dem nun ehemaligen Ritter des Humors, Peter Seydel, herumgezogen, und schnell stand für das energische Mädchen fest: Wir brauchen eine Hymne. Unter dem Jubel und Applaus von rund 450 kunterbunt kostümierten Jecken schmetterte das kleine Mädchen ihre selbst komponierte und getextete Hymne ins Mikrofon, und schon kurze Zeit später sangen Clowns, Chinesen, Pharaonen und Cowboys aus vollen Kehlen mit. Zum Dank gab es für Vicky Gutscheine für zwei Jahreskarten des Phantasialandes. Die Kölner Funken Artillerie, die Beckendorfer Knallköpp, Wicky Junggeburth, Kölsch Fraktion, die Schlebuscher, et fussich Julchen, Klaus und Willy sowie die Räuber heizten dem Publikum im Laufe des Abends richtig ein und sorgten für ein buntes, abwechslungsreiches Programm. VON CLAUDIA PROSKE Quelle: Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH Publikation: Rheinische Post Opladen Ausgabe: Nr.10 Datum: Dienstag, den 13. Januar 2009 Seite: Nr.17
|
 |
|
|