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„De Boore“ gingen auf Nummer sicher: Es dürfte wohl noch kein Mann schlechte Erfahrungen gemacht haben, wenn er beim Besuch einer Dame rote Rosen als Präsent mitgebracht hat. Zementiert wurde die Richtigkeit dieser These am Wochenende in der Aula Am Hammer, als die Kölner Stimmungs-Musiker ihren Hit „Rut sin de Ruse“ anstimmte: Mit glückseligen Gesichtsausdrücken lagen sich bestimmt 300 Damen in den Armen: Engel tanzten mit Teufelchen, Schneewittchen schunkelte mit den Zwergen. Show und Tradition Am Ende der Damensitzung hatte das Festkomitee Leichlinger Karneval ein weiteren langen und stimmungsvollen Nachmittag im Zeichen der Weiblichkeiten auf die Beine gestellt. So durfte Präsident Manfred Michels schließlich ein durchweg positives Fazit der ausverkauften Sitzung ziehen: „Es ist wieder gelungen, Show und Tradition auf die Bühne zu bringen“, sagte er, und sein Lob zielte direkt in Richtung der Literatin Brigitte Kirstein, die im Programm einheimische Tanzgruppen (vom TSV Rhein-Wupper und vom JTSC Blau Weiß) mit Musik („Die Domstürmer“, „De Boore“, „Hätzblatt“ „Luur ens do“) und Rednern („Botz & Bötzje“, Dä Knubbelisch vom Klingelpütz“) mixte. Und gegen Ende bewies das Männerballett „Boomberger Jungs“, dass sich die Frauenwelt auch ohne rote Rosen betören machen lässt. „Eine wirklich tolle Mischung“, urteilte Marlies Hartmann, die unschwer als Chefin der Sieben Zwerginnen zu identifizieren war. Sie und ihre Freundinnen zählen zu den Stammgästen der Sitzung – und bleiben es, weil: „Hier wird immer getanzt, gelacht und geschunkelt“, begründet Hartmann und stellte noch das integrative Potential der Veranstaltung heraus: „Ich bin vor 30 Jahren von Düsseldorf nach Leichlingen gezogen. Hier geht mir das Alaaf inzwischen richtig flüssig von den Lippen.“
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