FUNKENAPPELL 2009




Altstadtfunken-Musterung ergab: alle sessionstaugl

Etwas holprig ging es noch zu beim karnevalistischen Fahneneid. Aufgenommen wurden die vier neuen Mitglieder dennoch bei den Altstadtfunken Opladen vun 1902. Beim Funkenappell erfuhr das Quartett denn auch, mit welchem Künstlernamen es künftig in die fünfte Jahreszeit geht. Die Zugehörigkeit zum Reitercorps der Gesellschaft stand offensichtlich Pate bei der Umbenennung eines Duos. Die „Bürger“ Knut Tillmann und Christian Gruszien heißen bei den Jecken jetzt „Saddeldeck“ (kölsch für Satteldecke) und „Nüsterche“ (Nüsterchen). Alexander Schneider und Klaus-Dieter Weppner werden in der KG ab sofort „Quetschetaat“ (Pflaumenkuchen) und „Truffel“ (Maurerkelle) gerufen.
Kleien Sünden zahlt man sofort

Den Funkenpass bekamen sie ausgehändigt und waren so gefeit vor dem Spott, der drei angetretene Funken erwartete, die ohne die karnevalistische Urkunde erschienen waren. Sie wurden gleich zur Kasse gebeten. 2,50 Euro flossen pro Sünder in die Kasse. Immerhin befanden sie sich in bester Gesellschaft.

Denn bei der genaueren „Musterung“ von vier stellvertretend ausgewählten Funken fiel der 2. Vorsitzende Peter Baber alias „Stupsnos“ (Stupsnase) negativ auf. Ein falsch herum angebrachtes Schulterelement kostete ihn 1,50 Euro. Kommandant Udo „Print“ Kreie und „Spieß“ Hans Vogelfänger gaben sich gewohnt gnädig und bedachten ihn nach fünf Kniebeugen wie die anderen Delinquenten mit dem Prädikat „sessionstauglich“. „Döppekicker“ Klaus Zilles punktete bei den Inspektoren mit seinen Knöpfen („wat die blinken, herrlisch“).
Und dann ein leckeres Würstchen

Er wurde zudem wie der Vorsitzende „Meßlatz“ Norbert Esser für 22 Jahre (zwei mal elf) Mitgliedschaft geehrt. Für elf mehr wurden die weiteren jecken Jubilare „Mottekopp“ Curt Düster, „Bleifott“ Hans-Georg Greyer und „Knallbotz“ Klaus Schwab ausgezeichnet. Beförderungen gab es auch. Die „Scharschanten“ „Bützschnüss“ Frank Goldkamp (putzte das Denkmal „Mööder Funk“ vor dem Appell mit viel Hingabe und befreite es von Silvestermüll) und „Dubbelditzje“ Rolf Schweigert wurden zum „Vizeweibel“ ernannt. Franz-Josef Finette alias „Finnekicker“ durfte sich über die Beförderung vom „Oberstleutenant“ zum „Funken-Hauptmann“ freuen.
Im Anschluss luden die Altstadtfunken und die Volksbank zu Würstchen und Getränken ein. Vor dem Appell wurde die „Rejimentsmess in kölscher Sproch“ mit Pfarrer Heinz-Peter Teller gefeiert.
VON TOBIAS KRELL
Quelle:
Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH
Publikation: Rheinische Post Opladen
Ausgabe: Nr.3
Datum: Montag, den 05. Januar 2009
Seite: Nr.10







BIWAK 2009
AUFTAKT OHNE ORDEN!!!