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Eine Großgruppe aus der Opladener Kneipenszene feierte bei der Herrensitzung der Neustadtfunken deren erstes Tanzpaar, vor allem aber Dirk Rutkowski, dessen Anwesenheit sie zu lauten Rufen animierte. Auch viele Auftritte im Fasteleer schützen nicht vor Nervosität. Diese Erkenntnis brachte die Herrensitzung der Neustadtfunken. Deren Marie Britta Schumacher, durch ihre Zeit bei den Rheinveilchen eigentlich routiniert, war mächtig aufgeregt vor dem Heimspiel bei der Herrensitzung in der Opladener Stadthalle. „Ich kenne sehr viele Leute im Saal. Und unser Tanz ist ziemlich anspruchsvoll“, erklärte sie. Abgesehen von einer gesunden Gesichtsfarbe - passend zum Rot der Uniform - merkte das Publikum jedoch nichts von diesem ausgeprägten Lampenfieber und bekam eine (trotz eines kleinen, aber folgenlosen Wacklers von Rutkowski) tolle Show geboten, die es mit Jubel, Begeisterungspfiffen und Applaus honorierte. Immer wieder schallten zudem lautstarke „Didiiii“-Rufe durch Opladens gute Stube. Ihren Ursprung hatte diese Form der Anfeuerung bei einer Gruppe, deren Anwesenheit für die ungewohnte Nervosität der Marie maßgeblich verantwortlich zeichnete. Denn anders als im vergangenen Jahr kennt sie inzwischen eine ganze Reihe dieser Jecken, die sich aus der Kundschaft und Belegschaft der Neustadt-Lokale „Zwieback“ und „Stilbruch“ rekrutieren und Jahr für Jahr in größerer Personenzahl bei der Herrensitzung aufkreuzen. „Das hat mal angefangen mit zehn Personen, die im Anschluss an die Veranstaltung bei mir im Laden weitergefeiert haben und fragten, ob ich für sie nicht beim nächsten Mal auch vorher den Laden für das Vorglühen aufmachen könnte“, erinnerte sich „Zwieback“-Wirt Helge Büttner. Er erfüllte diesen Besuchern der Herrensitzung ihren Wunsch und das zeigte Wirkung. Die Gruppe wuchs beständig. In diesem Jahr zählte sie stolze 65 Personen, die die Empore und einen Tisch bevölkerten. Büttner, von Haus aus ursprünglich kein Freund des Sitzungskarnevals gehört bereits seit einigen Jahren fest dazu und hat sich vom Fastelovends-Virus offensichtlich anstecken lassen. „Das macht immer einen Riesenspaß. Wir glühen vor, dann geht es zur Sitzung und anschließend wird im Zwieback weiter gefeiert“, erläuterte er. Zu dieser „After Hour“ getauften jecken Sause im Neustadtlokal tauchte - das war schon im vergangenen Jahr so - auch das erste Tanzpaar der Neustadtfunken auf. Begrüßt wurde Rutkowski mit den bereits erprobten „Didi“-Rufen. Schumacher zeigte bei dieser Begrüßung keinerlei Anzeichen von Nervosität. Brauchte sie auch nicht. von: TOBIAS KRELL Quelle: Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH Publikation: Rheinische Post Opladen Ausgabe: Nr.22 Datum: Dienstag, den 27. Januar 2009 Seite: Nr.14
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