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Die Suche nach einem neuen Prinzen für das Hitdorfer Dreigestirn hat nicht gerade lange gedauert. Unmittelbar nach der Absage der designierten Tollität Andreas Horst (aus persönlichen Gründen, die RP berichtete) traf sich Walter Gerhards mit den verbliebenen Mitgliedern des Trifoliums. Mit am Tisch saß auch Prinzenführerin Carmen Kürten. „Sie fiel mir plötzlich in den Blick und da hatte ich die Idee. Ich habe sie gefragt und sie hat erst mal die Hände überm Kopf zusammengeschlagen“, erinnert sich der Vorsitzende der Karnevalsgesellschaft Hetdörper Mädche un Junge. Nach drei Tagen Bedenkzeit sagte die 52-jährige Arzthelferin dann jedoch zu.
Beim Pressegespräch gestern im Lokal „Zur Hitdorfer Fähre“ zeigte sich schon, dass Kürten bestens harmoniert mit Jungfrau Petra Krasemann und Bauer Bianca Höntsch. Das Trio alberte herum, und mehr als einmal war das ansteckende Lachen der vergnügten Prinzenführerin zu hören, für die nun eine Vertretung für die kommende Session gefunden werden muss. „Wir haben uns wirklich gesucht und gefunden. Wenn das immer so gut harmoniert wie am Samstag beim Bummeln in Köln, mache ich mir gar keine Sorgen“, betonte Kürten.
Sie gehörte 1993 zu den Gründungsmitgliedern der HMJ und ist seitdem Prinzenführerin und eines der Originale des Hetdörper Fasteleers. Vielleicht bekommt sie nun Unterstützung von den von ihr betreuten Tollitäten. „Wir suchen noch nach einer Lösung. Vielleicht wechseln wir uns auch mit allen Ex-Dreigestirnen ab als Prinzenführer“, überlegte Gerhards laut. Dass Hitdorf nun bereits zum zweiten Mal (nach der vergangenen Session) ein rein-weibliches Dreigestirn hat, stört den Vorsitzenden der HMJ nicht. „Wir können das genauso gut. Und das werden wir beweisen. Wir zeigen es den Männern. Frauenpower eben“, meinte Krasemann.
An Humor mangelt es den drei Hitdorferinnen nun wahrlich nicht. Und auch auf den Mund gefallen sind sie nicht. „Um das Reden müssen wir uns beim neuen Prinzen jedenfalls keine Sorgen machen“, sagte Gerhards. Kürten gab gleich einige Kostproben ihres losen Mundwerks. Nach Hobbys gefragt, verschränkte die gebürtige Monheimerin, die sich aber als „Hetdörper Mädche“ fühlt, etwa die Arme und verkündete: „Datt sach ich net. Ich kann euch doch nicht alles sagen“. Nach einem kurzen Lachen gab sie dann doch bereitwillig Auskunft. Neben dem Fasteleer widmet sie sich in ihrer Freizeit bevorzugt dem Lesen. Dazu dürfte sie während der Session angesichts von 70 bis 80 Auftritten jedoch vorübergehend kaum kommen. Text: Tobis Krell
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